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Nachbearbeitung und Veredelung

Der Druck ist der erste Schritt, nicht der letzte. Was danach kommt, entscheidet über Oberfläche, Farbe, Dichtheit und darüber, ob sich das Bauteil verschrauben lässt.

Dasselbe gedruckte Bauteil in vier Zuständen nebeneinander: roh, geschliffen, lackiert und mit eingesetztem Gewindeeinsatz

Wozu Nachbearbeitung gut ist

Sichtfläche statt Rohteil

Schleifen, Strahlen und Lackieren machen aus dem gedruckten Teil eines, das man vorzeigen kann.

Funktion nachrüsten

Gewindeeinsätze, Lager und Magnete werden eingesetzt, damit das Bauteil sich verschrauben und lagern lässt.

Beständigkeit erhöhen

Versiegeln, Beschichten und Wärmebehandeln verbessern Dichtheit, Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit.

So läuft es ab

  1. Schritt 01

    Anforderung statt Verfahrensname

    Sagen Sie, was das Teil können muss. Welches Verfahren dahin führt, ist unsere Aufgabe.

  2. Schritt 02

    Reihenfolge festlegen

    Erst glätten, dann färben, zuletzt einsetzen. Eine falsche Reihenfolge kostet den Arbeitsschritt davor.

  3. Schritt 03

    Ausführen und prüfen

    Was wir selbst machen, machen wir selbst. Was Spezialbetriebe besser können, koordinieren wir.

  4. Schritt 04

    Abnahme am Muster

    Bei Farbe und Oberfläche entscheidet das Auge. Auf Wunsch geht ein Muster vorab an Sie.

Die vier Rubriken

Oberflächenbehandlung
Entgraten, Schleifen, Gleitschleifen, Strahlen, Polieren, Dampfglätten
Beschichtung und Färbung
Lackieren, Tauchfärben, Versiegelung, Metallisieren, Carbon-Laminieren
Wärmebehandlung
Tempern und Spannungsarmglühen für mehr Temperaturbeständigkeit
Funktions-Inserts
Gewindeeinsätze, Lager, Magnete, NFC-Chips
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Was die Nachbearbeitung nicht kann

Sie ersetzt keine falsche Verfahrenswahl. Ein Bauteil, das im Druck zu grob geraten ist, wird durch Schleifen maßhaltiger, aber nicht genauer. Und jeder Schritt kostet Zeit: Wer eine Woche Vorlauf hat, sollte das gleich sagen, damit wir Farbe und Finish darauf abstimmen.

Häufige Fragen dazu

Beim Filamentdruck sieht man die Schichten, quer zur Aufbaurichtung deutlicher als längs. Pulverbasierte Teile aus SLS oder MJF sind gleichmäßig feinkörnig und matt. Harzteile sind glatt, tragen aber Stützstellen. Für Funktionsteile reicht das meistens. Für Sichtflächen und für alles, was lackiert oder gedichtet werden soll, kommt ein Schritt Nachbearbeitung dazu.

Ja. Gegen UV nehmen wir ASA, gegen Feuchtigkeit PETG. Wird es chemisch anspruchsvoll, drucken wir in PC, PA-CF oder PEEK.

Einzelne Werkstoffe sind entsprechend zertifiziert, im Materialguide sind sie als lebensmittelecht oder biokompatibel gekennzeichnet. Wichtig ist aber: Die Zertifizierung gilt für den Werkstoff, nicht automatisch für das fertige Bauteil. Schichtrillen können Rückstände halten, und die Fertigungsumgebung spielt mit hinein. Sagen Sie uns den Einsatz, dann klären wir, was belegbar ist und was nicht.

Sie wissen, wie das Teil aussehen soll?

Beschreiben Sie das Ergebnis, nicht das Verfahren. Welcher Schritt dahin führt, schlagen wir vor.

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