/ Wissen

Fragen, die uns oft erreichen.

Kurz und ehrlich beantwortet. Fehlt etwas? Dann fragen Sie einfach.

Technische Zeichnung und gefertigtes Bauteil mit Messschieber auf einem Schreibtisch
/ Vor dem Druck

Lohnenswert zu wissen, bevor Ihr Bauteil entsteht.

Ein montiertes gedrucktes Bauteil im Einsatz an einer Maschine

Einsatzzweck

Ein Anschauungsmodell und ein Bauteil, das Last trägt, führen zu ganz verschiedenen Empfehlungen. Sagen Sie uns, wozu es dient, dann passt der Rest.

Würfelrahmen mit offener Gitterfüllung und vier Eckbohrungen, von der Seite gesehen

Geometrie

Wandstärken unter etwa 1,2 mm werden bei FDM instabil, Hinterschneidungen und Hohlräume gehen dagegen schichtweise oft leichter als gefräst.

Zwei gleiche Bauteile nebeneinander, links mit groben, rechts mit feinen Schichten

Optik

Für Sichtflächen 0,1 mm Schichthöhe, wenn es schnell gehen soll 0,3 mm. Der Unterschied kostet vor allem Druckzeit, nicht Material.

CAD-Modell eines Bauteils auf einem Bildschirm, davor hält eine Hand das fertig gedruckte Teil daneben

Dateiformat

STEP ist uns am liebsten, STL geht auch. Haben Sie nichts davon, reicht eine Skizze mit Maßen oder ein Foto des alten Teils.

Ein gedrucktes Bauteil mit noch anhaftenden Stützstrukturen

Stützstrukturen

Überhänge brauchen bei manchen Verfahren Stützen, die später entfernt werden und eine Spur hinterlassen. Bei SLS und MJF entfällt das ganz.

Ein gedrucktes Bauteil wird in einem Strahlgerät nachbearbeitet

Nachbearbeitung

Strahlen, Schleifen, Lackieren oder Gewindeeinsätze verändern Oberfläche und Funktion. Wenn Sie das brauchen, planen wir es von Anfang an mit ein.

/ Häufige Fragen

Was uns am häufigsten gefragt wird.

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24 Fragen

Ja. Eine Handskizze mit den wichtigsten Maßen, ein Foto und der Einbauort genügen für den Anfang. Wir konstruieren daraus ein parametrisches Modell und zeigen es Ihnen, bevor gefertigt wird. Änderungen sind an dieser Stelle am günstigsten, später steckt die Arbeit schon im Bauteil.

Ihnen. Sie bekommen die Datei in dem Format, das Sie brauchen, und können damit auch woanders fertigen lassen. Wir bewahren eine Kopie auf, damit eine Nachbestellung ohne neuen Aufwand möglich ist. Auf Wunsch löschen wir sie.

Alles, was der Sensor nicht sieht: innenliegende Kanäle, verdeckte Hinterschneidungen und Bereiche, die von einer Halterung verdeckt werden. Schwierig sind außerdem spiegelnde, durchsichtige und sehr dunkle Oberflächen, dort entstehen kaum Messpunkte. Dafür gibt es Mattierspray, das sich von selbst wieder auflöst. Was nicht messbar ist, ergänzen wir aus Maßen und Erfahrung, und wir sagen Ihnen, welche Stellen das betrifft.

Beim Filamentdruck sieht man die Schichten, quer zur Aufbaurichtung deutlicher als längs. Pulverbasierte Teile aus SLS oder MJF sind gleichmäßig feinkörnig und matt. Harzteile sind glatt, tragen aber Stützstellen. Für Funktionsteile reicht das meistens. Für Sichtflächen und für alles, was lackiert oder gedichtet werden soll, kommt ein Schritt Nachbearbeitung dazu.

Meistens ja, aber selten unverändert sinnvoll. Ein gefrästes Teil ist für Fräsen konstruiert: volle Wandstärken, scharfe Innenecken, Gewinde direkt im Material. Gedruckt trägt dasselbe Teil je nach Schichtlage anders, und es wäre oft schwerer und teurer als nötig. Wir sehen uns die Geometrie an und sagen Ihnen, was sich zu ändern lohnt, bevor etwas gefertigt wird.

In den meisten Fällen ja. Am einfachsten ist es, wenn Sie das alte Teil haben, auch gebrochen: wir digitalisieren es per 3D-Scan und führen es als parametrisches CAD-Modell zurück, dabei lassen sich Schwachstellen gleich mitverbessern. Ohne Originalteil brauchen wir Maße, Fotos und den Einbauort, dann konstruieren wir nach. Wichtig vorab: Ist das Teil noch geschützt (Patent, eingetragenes Design, früher Geschmacksmuster) oder sicherheitsrelevant, klären wir das gemeinsam, bevor wir anfangen.

Vier Größen bestimmen ihn: das Bauvolumen samt Stützstrukturen, die reine Maschinenzeit, der Werkstoff und die Nachbearbeitung. Deshalb kostet ein doppelt so großes Teil selten das Doppelte, und eine zweite Stückzahl im selben Bauraum kostet deutlich weniger als die erste. Sie bekommen ein verbindliches Angebot, bevor die Maschine startet. Eine Preisliste gibt es nicht, weil dieselbe Zahl je nach Geometrie um ein Vielfaches danebenliegen würde.

Selbst nachrechnen im Kostenkalkulator

Sie laden die Datei hoch oder beschreiben Ihr Vorhaben im Formular. Wir melden uns mit Materialempfehlung und Preis. Sobald Sie freigeben, fertigen wir und schicken Ihnen das Bauteil direkt zu.

Wir nehmen STL, STEP, OBJ und 3MF. STEP passt zu technischen Bauteilen mit exakter Geometrie, STL zu einfachen Formen.

FDM-Teile sind meist in 1–3 Werktagen fertig. SLA oder SLS brauchen etwas länger, den genauen Termin nennen wir mit dem Angebot.

Ja. Wir behandeln Ihre Dateien vertraulich und unterschreiben auf Wunsch ein NDA, gerade bei Neuentwicklungen.

Nein, als Kleinunternehmen nach § 19 UStG weisen wir keine Mehrwertsteuer aus.

/ Glossar

Fachbegriffe, kompakt erklärt.

Jeder Begriff, der auf dieser Website vorkommt, und dazu die gängige Sprache des 3D-Drucks.

73 Begriffe
3D-Scan
Das Digitalisieren eines vorhandenen Objekts zu einem Netz oder CAD-Modell. Ausgangspunkt für Reverse Engineering und für den Nachbau von Teilen ohne Zeichnung.
ABS
Acrylnitril-Butadien-Styrol ist ein technischer Thermoplast für FDM. Er ist mechanisch belastbar, bedingt UV-beständig und neigt ohne Gehäuse zu Verzug.
Additive Fertigung
Oberbegriff für alle Verfahren, bei denen ein Bauteil durch schichtweises Aufbauen von Material hergestellt wird. Gegensatz: subtraktive Fertigung (Fräsen, Drehen).
Alumide
Mit Aluminiumpulver gefülltes Polyamid für SLS. Sieht metallisch aus und fühlt sich so an, bleibt aber ein Kunststoff mit den Eigenschaften eines gefüllten Nylons.
Anisotropie
Richtungsabhängigkeit der Festigkeit. Ein FDM-Teil hält längs der Schichten mehr aus als quer dazu, weil die Schichten dort verklebt und nicht verschmolzen sind. MJF-Teile sind weitgehend isotrop, also in alle Richtungen gleich belastbar.
ASA
Acrylnitril-Styrol-Acrylat ist unser wetterfestes FDM-Material für Außenanwendungen. Es ist UV-stabilisiert und chemisch beständig und ersetzt ABS überall dort, wo es draußen bleibt.
Bauplattform
Auf der Bauplattform entstehen die Bauteile beim FDM-Druck. Sie muss für gute Haftung kalibriert sein und heizt für technische Materialien bis 110 °C.
Bauraum
Der nutzbare Innenraum einer Anlage, angegeben als Länge × Breite × Höhe. Er begrenzt das größte Bauteil, das am Stück entstehen kann. Inhouse sind es 350 × 320 × 325 mm, im Großformat bis 1000 × 1000 × 2000 mm.
Bauteilorientierung
Die Ausrichtung eines Bauteils auf der Druckplattform beeinflusst Oberfläche, Stützstrukturbedarf, mechanische Eigenschaften und Druckdauer erheblich.
Biegefestigkeit
Die Spannung, bei der ein Werkstoff unter Biegung versagt, in Megapascal (MPa). Ein Vergleichswert unter vielen: er sagt nichts über Schlagzähigkeit oder Wärmebeständigkeit aus.
Binder Jetting
Ein Druckkopf trägt Bindemittel auf ein Pulverbett auf, Schicht für Schicht. Das Bauteil ist danach nur gebunden und muss entbindert und gesintert werden, wobei es schrumpft. Weil kein Laser das Material aufschmilzt, entstehen keine Eigenspannungen und keine Stützstrukturen, dafür ist das Endmaß vom Sinterschrumpf abhängig.
Brim und Raft
Hilfsflächen, die beim FDM-Druck rund um oder unter das Bauteil gelegt werden, damit es während des Drucks auf der Platte haftet. Sie werden anschließend entfernt.
CAD
Computer Aided Design, die rechnergestützte Konstruktion. Ein CAD-Modell beschreibt ein Bauteil parametrisch, also über Maße und Beziehungen, und lässt sich deshalb ändern. Ein STL beschreibt nur die fertige Oberfläche.
CF-Composites
Kohlefaserverstärkte Kunststoffe (z. B. PETG-CF, PAHT-CF). Erheblich steifer als unverstärkte Varianten; die höhere Steifigkeit erlaubt dünnere und damit leichtere Bauteile bei gleicher Belastung. Gut für Leichtbau-Funktionsteile.
CNC
Rechnergesteuerte spanende Bearbeitung, also Fräsen und Drehen. Anders als der 3D-Druck trägt sie Material ab. Die erste Wahl für enge Passungen, Gewinde und Bauteile aus dem Vollen.
Delamination
Das Ablösen einzelner Schichten voneinander. Meist eine Folge zu geringer Temperatur, zu schneller Abkühlung oder feuchten Filaments. Bei geschlossenem Bauraum und getrocknetem Material praktisch ausgeschlossen.
Düse
Die Öffnung am FDM-Druckkopf, durch die der geschmolzene Kunststoff austritt. Ihr Durchmesser bestimmt, wie fein das Ergebnis wird: 0,2 mm für Details, 0,6 mm für Tempo.
Elefantenfuß
Eine leicht ausgestellte erste Schicht am Fuß eines FDM-Bauteils, entstanden durch das Gewicht der Schichten darüber. Fällt bei Passungen auf und wird beim Nacharbeiten entfernt.
/ Blog & Aktuelles

Aktuelles & Projekte

In Vorbereitung

Hier entstehen Projektberichte und Neuigkeiten aus der Werkstatt. Bis dahin: Die häufigsten Fragen beantwortet das FAQ oben.

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